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Die Fritzbox-Router haben die CeBIT überlebt

Letzte Woche feierte AVM das 15jährige Jubiläum der Vorstellung der FRITZ!Box

Fritzbox 7490 ist bislang wohl der erfolgreichste Router aus dem Hause AVM. Sie wurde 2013 eingeführt und wird immer noch gerne gekauft, obwohl es inzwischen mit der 7590 einen leistungsfähigeren Nachfolger gibt.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Am 18. März 2004 war auf der Computermesse CeBIT wieder einmal Pressekonferenz von AVM. Wie in den Vorjahren hatte das Unternehmen interessante Produktvorstellungen für die Telefonanlagen-Welt im Gepäck. Aber diesmal startete eine richtige Erfolgsgeschichte – die Vorstellung der ersten FRITZ!Box. Und diese Erfolgsgeschichte des damals noch relativ kleinen Unternehmens AVM hat sogar die damals noch gigantisch große Computermesse CeBIT überlebt – sie zählte 2004 immerhin mehr als 500.000 Besucher und wurde bekanntlich letztes Jahr wegen der massivst gesunkenen Resonanz mit nur noch ca. 120.000 Besuchern (gegenüber ca. 200.000 in 2017) endgültig eingestellt.

Der Produktname FRITZ war damals zwar nicht mehr ganz neu, weil er von AVM schon auf früheren CeBIT-Messen verwendet wurde – beispielsweise auf der CeBIT 2002 für den damals vorgestellten DSL-Accesspoint BlueFRITZ! AP-X und einen dazu passenden USB-Drahtlosadapter. Im Jahr 2004 kam das Unternehmen aber auf die Idee, fortan seine Router einfach FRITZ!Box – gefolgt von einer Nummer – zu nennen.

Das Fritzfon C5 ist ein sehr handliches DECT-Schnurlostelefon …
(Foto: Peter Pernsteiner)

Immer wieder neue Fritz-Boxen

Seit nunmehr 15 Jahren präsentiert AVM fast schon regelmäßig neue FRITZ!Box-Modelle mit interessanten technischen Features. So wurde 2009 mit FRITZ!Box 7390 der erste Router für VDSL-Anschlüsse vorgestellt, der später auch für VDSL-Vectoring geeignet war. Mit der FRITZ!Box 7590 präsentierte AVM 2017 sein aktuelles DSL-Flaggschiff – das schon fit für die Technologie Supervectoring mit bis zu für 250 MBit/s war. Für den Einsatz an Kabelanschlüssen gibt es bereits seit 2010 eine FRITZ!Box und im Jahr 2018 folgte mit der FRITZ!Box 6591 Cable ein Router für Kabelnetze, der Datenraten von bis zu 1 GBit/s ermöglicht.

Laut Pressemeldung von AVM gibt es inzwischen “FRITZ!Box-Modelle für alle Anschlusstechniken: DSL, Kabel, Glasfaser und LTE. Regelmäßige Updates von FRITZ!OS, dem Betriebssystem der FRITZ!Box, halten die Produkte auf einem aktuellen Stand. Dank FRITZ!OS sind FRITZ!Box-Modelle heute eine Smart-Home-Zentrale und bilden mit weiteren FRITZ!-Produkten ein WLAN-Mesh-System für eine optimale drahtlose Kommunikation. AVM ist mit der FRITZ!Box-Familie Marktführer in Deutschland und überzeugt Millionen Anwender durch Qualität, einfache Bedienung der Produkte und nützliche Funktionen für die Heimvernetzung. Die FRITZ!Box wird seit 2004 in Berlin entwickelt, in der EU produziert und in über 40 Ländern vertrieben. AVM beschäftigt aktuell 750 Mitarbeiter. Das Unternehmen erzielte 2018 einen Umsatz von 520 Millionen Euro. …

… und bringt an Fritzbos-Routern sehr viel Komfort – sogar Radio hören und RRS-Nachrichten lesen kann man mit ihm.
(Foto: Peter Pernsteiner)

… Die aktuellen Flaggschiffe unterstützen die neuesten Anschlusstechnologien wie Supervectoring 35b, DOCSIS 3.1, LTE und Glasfaser. Außerdem verfügen sie zusätzlich zum schnellen Internetzugang über sehr viele Möglichkeiten der Heimvernetzung. Schnelles Dualband-WLAN, Gigabit-WAN und -LAN-Anschlüsse geben das hohe Tempo vom Anschluss auch im Heimnetz weiter. Eine integrierte Telefonanlage, eine DECT-Basis für Telefonie und Smart-Home-Anwendungen ermöglichen Kommunikation über viele Kanäle. Das Betriebssystem FRITZ!OS hält alle Produkte auf einem aktuellen und sicheren Stand.”

 

Anwenderbericht – Mohren-Apotheke in München

Telefonanlage und vernetzte Rauchmelder

Reportage von Peter Pernsteiner

Die Münchner Mohren-Apotheke im Tal liegt in der Mitte zwischen dem Marienplatz und dem Isartor.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Christian Neumeier ist seit 2005 Inhaber der Mohren-Apotheke im Tal in der Münchner Innenstadt. Bei der Modernisierung der Informations- und Kommunikationstechnik vertraute er jetzt erneut dem Team von Birnstiel EDV & Kommunikation.

Seit fast 35 Jahren ist Christian Neumeier approbierter Apotheker. Im Jahr 2005 verwirklichte er seinen Traum einer eigenen Apotheke und konnte die Mohren-Apotheke, in der er 18 Jahre als Angestellter beschäftigt war, übernehmen. Historisch gesehen ist die Mohren-Apotheke eine der ältesten Münchens, denn urkundlich wurde sie bereits 1438 erwähnt. Anfangs befand sie sich nördlich des Rindermarkts und im Lauf der Jahrhunderte wechselte sie einige Male ihren Standort, bis sie schließlich 1823 ins Tal verlegt wurde. 1944 wurde das zwischenzeitlich aufgestockte Gebäude zwar durch einen Fliegerangriff vollkommen zerstört, aber bereits 1952 wurde die Mohren-Apotheke an der selben Stelle wieder in einem Neubau bezogen. Natürlich bringt die Gebäudetechnik des inzwischen mehr als 65 Jahre alten Hauses immer wieder neue Herausforderungen. So hat Neumeier mittlerweile die gesamte Beleuchtung der Apotheke auf LED-Technik modernisiert.

In der Kommunikationstechnik sind die Innovationszyklen noch kürzer. Bei Übernahme der Apotheke waren ISDN und ein DSL-Anschluss mit 16 MBit/s das Maß vieler Dinge. Bereits 2015 zeichnete sich deutlich das Ende von ISDN ab und bereitete Christian Neumeier anfangs großes Kopfzerbrechen: „Wenn ich künftig nur noch übers Internet telefonieren kann, dann sollte ich vielleicht auch gleich den Provider wechseln und einen Highspeed-Anschluss beantragen.“ Ein großes Problem war diesbezüglich für Neumeier, „dass ich mir im laufenden Betrieb der Apotheke mit fast 65 Stunden Öffnungszeit an sechs Wochentagen plus regelmäßigen Nachtdiensten keinen Stillstand meines Telefons und auch meines Internetzugangs erlauben kann.“ Deshalb war für diese Umstellungen guter Rat von einem erfahrenen Profi gefragt.

Kontakt auf Empfehlung

In den Verkaufsräumen und auch im Labor und weiteren Räumlichkeiten der Mohren-Apotheke kommen eine Hybrid-IP-Telefonanlage und eine komfortable Gefahrenmeldeanlage zum Einsatz, die von Birnstiel EDV & Kommunikation projektiert und installiert wurden.
(Foto: Christian Neumeier)

„Damals habe ich auf Empfehlung meines Elektrikers Kontakt mit der Firma Birnstiel aufgenommen, um mich in Sachen IP-Umstellung beraten zu lassen“, resümiert Neumeier, „und das war im Nachhinein betrachtet eine sehr gute Entscheidung, die ich nicht bereue, denn Herr Birnstiel nimmt sich stets viel Zeit für die Beratung und Geräteauswahl und ist auch um wirtschaftliche Lösungen sehr bemüht.“ So kam es, dass der Kommunikationsumstieg in mehreren Etappen durchgeführt wurde, um kontinuierlich einsatzfähig zu bleiben. Im ersten Schritt wurde im März 2016 die alte Telefonanlage durch eine Hybrid 300 von Bintec Elmeg ersetzt. Dieses Hybrid-System mit zugerüstetem DECT-Modul für schnurlose DECT-Systemtelefone, eingebundenem Faxgerät und integriertem digitalem Anrufbeantworter konnte während der nächsten Monate ganz einfach über ISDN weiterarbeiten, unterstützte aber bereits von Anfang an die IP-Telefonie. Im Juni 2016 erfolgte die Umschaltung auf IP. Eine Fritzbox 7490 dient seither als Bindeglied zwischen dem Internet-DSL-Anschluss und der Firewall sowie einem Apotheken-Warenwirtschaftssystem mit Kassen, berührungslos funktionierenden EC-Karten-Terminals, Bestellcomputer, Netzwerkdrucker, Datenzugang zum Pharma-Großhandel und umfassender eigenständiger Firewall, die entsprechend durch Birnstiel angepasst werden musste. Die IP-Telefonanlage wurde mit dem Provider mit dem SIP-Protokoll angebunden (Session Initiation Protocol für Aufbau, Steuerung und Abbau von Kommunikationssitzungen). Schließlich sorgte Birnstiel EDV & Kommunikation im November 2016 für einen reibungslosen Wechsel vom bisherigen DSL-Anschluss auf den M-net-Breitband-Anschluss mit 50 MBit/s.

Neue Rauchmelder und neue Alarmanlage

In den letzten Jahren wurde die Mohren-Apotheke kontinuierlich modernisiert – auch in Sachen Beleuchtungstechnik.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Über einen weiteren Telefonanschluss war bislang auch noch die Sicherheitstechnik der Apotheke angebunden. Im Sommer 2018 hat Christian Neumeier aber entschieden, dass er auch hier modernisieren sollte und bei dieser Gelegenheit die Rauchmelder-Technik überdenken sollte: „Bislang hatten wir noch klassische Einzel-Rauchmelder. Im Hinblick auf unsere weitläufigen Labor-, Büro- und Sozialräume im Obergeschoss des Gebäudes ist dies einfach nicht mehr zeitgemäß. Zudem wuchsen meine Bedenken, dass beispielsweise ein Brand im nicht immer besetzten Labor zu lange unbemerkt bleibt, weil man die im Rauchmelder integrierte Sirene bei starker Kundenfrequenz in den Verkaufsräumen vielleicht nicht hören könnte.“ Auch hier leistete Harry Birnstiel zunächst eine umfassende unverbindliche Beratung, die dann aber schnell in einen weiteren Auftrag des Apothekers mündete.

Birnstiel EDV & Kommunikation lieferte und installierte bereits Ende September eine umfassende Komplettlösung des bekannt-bewährten Alarmanlagenherstellers Telenot. Die Gefahrenmeldezentrale complex 200H wurde mit verschiedensten programmierbaren Meldekontakten und Bewegungssensoren vernetzt, die bereits im Falle eines Einbruchversuchs für eine automatische Alarmierung der Einsatzzentrale des dafür beauftragten Sicherheits-Dienstleisters sorgen. Zur deutlichen Steigerung der Alarmierungs-Zuverlässigkeit wurde die Zentrale zudem im November mit einem GSM-Mobilfunk-Modul ausgestattet, das im Alarmfall ergänzend zur kabelgebundenen Internet-Alarmierung das Mobiltelefonnetz nutzt. Schließlich wurden in die Alarmanlagenzentrale mit Hilfe eines Funk-Gateways elf neu installierte vernetzte Funk-Rauchwarnmelder FRM 285 eingebunden. Im Falle einer Rauchwarnung ertönen dadurch künftig nur wenige Sekunden später alle Rauchwarnmelder-Sirenen gleichzeitig. Zudem signalisiert das Telenot-System diesen Alarmfall natürlich ebenfalls an die Einsatzzentrale des Sicherheits-Dienstleisters.

Auch diesmal ist Christian Neumeier mit des Service von Birnstiel EDV & Kommunikation rundum zufrieden: „Ich bin begeistert, dass sowohl die Alarmanlage als auch die Brandmeldeanlage so schnell und problemlos in meiner Apotheke installiert werden konnte und dabei der laufende Betrieb im Laden nicht behindert wurde.“

Praxistest: Smart-Home-Anwendungen via Fritzbox

Bild 01: Der neue kompakte Heizkörper-Regler Fritz!DECT 301 hat ein permanent sichtbares eInk-Display.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Heizkörperregler und Funksteckdosen von AVM

Mit den aktuellen Fritzbox-Routern von AVM (u.a. Fritz!Boxen 7490, 7580 und 7590) kann man surfen, telefonieren, E-Mails lesen, Internet-Radio hören und noch so manches mehr. Inzwischen lassen sich Fritzboxen aber auch für zwei interessante „Smart Home“-Aufgaben einsetzen, die in diesem Beitrag etwas ausführlicher im praktischen Einsatz vorgestellt werden – und zwar für die Raumtemperatur-Regelung an Heizkörpern und für verschiedenste Schaltaufgaben in Verbindung mit Funksteckdosen.

Heizkörperthermostat Fritz!DECT 301 mit innovativem Display

Digitale Heizkörperregler gibt es ja bereits sehr lange und auch Funk-Heizkörperregler für diverse Smarthome-Systeme unterschiedlichster Hersteller sind nichts neues. AVM, der Hersteller der bekannten Fritzbox-Router hat aber jetzt im November 2017 einen komfortablen Funk-Thermostatkopf auf den Markt gebracht, der in Sachen Bedienkomfort Neuland betritt. Während bisherige digitale Heizkörperregler ein Flüssigkristall-Display (LC-Display) hatten, dessen Anzeige zugunsten eines sparsamen Betriebes stark vereinfacht werden musste und je nach Hersteller auch bei Nichtbedienung komplett abgeschaltet wurde, hat der neue Fritz!DECT 301 jetzt ein sogenanntes eInk-Display an Bord (auch E-Paper-Display genannt). Solche Displays mit „elektronischer Tinte“ kennen viele bereits aus den digitalen eBook-Lesegeräten oder von diversen Baumarkt-/Elektrofachmarkt-Preisschildern. Diese inzwischen sehr ausgereifte Technik hat den großen Vorteil, dass die Displaypixel vollkommen ohne Stromverbrauch sichtbar sind und auch sehr kontrastreich auf fast papierweißem Hintergurnd zu sehen sind. Strom muss durch solche Displays immer nur dann und auch nur extrem kurz fließen, wenn sich am Displayinhalt irgendetwas ändert – bei einem Heizkörper-Regler beispielsweise, wenn man die Solltemperatur ändert oder wenn man das Bedienmenü aufruft.

Bild 02: Das eInk-Display des Fritz!DECT 301 hat eine aktive Fläche von 28 x 28 mm und kann darauf 200 x 200 Pixel darstellen.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Das eInk-Display des Fritz!DECT 301 hat eine aktive Fläche von 28 x 28 Millimetern und kann darauf 200 x 200 Pixel darstellen (siehe Bild 02). Das hat den großen Vorteil, dass man nicht nur grafische Symbole und Bedienmenüs sehr gut darauf darstellen kann, sondern sogar die Ausrichtung des Displays in 90-Grad-Schritten umschalten kann (siehe Bild 03 und 04). Egal wie der Thermostatkopf am Heizkörper angebracht ist – links oder rechts vom Heizkörper oder senkrecht aus dem Heizkörper heraus – er lässt sich immer so konfigurieren, dass er bequem vom Anwender aus jeder gewünschten Richtung abgelesen werden kann.

Bild 03: Im Display erscheinen auch Texte und sehr bequem lässt sich auch die Ausrichtung des Displays drehen …
(Foto: Peter Pernsteiner)

AVM hat diesen neuen Heizkörperregler (wie schon das Vorgängermodell Fritz!DECT 300 mit konventionellem LC-Display und automatischer Displayabschaltung) komplett ins Umfeld seiner aktuellen Smarthome-Router der Fritzbox-Familie integriert. Grundvoraussetzung für den Einsatz dieser Heizkörperregler ist allerdings, dass die Fritzbox eine DECT-Basisstation für Schnurlostelefone an Bord hat, weil die Kommunikation mit den Reglern über den Funkstandard DECT ULE (Ultra Low Energy) erfolgt. Zudem muss mindestens das Betriebssystem Fritz!OS 6.83 im Router installiert sein und AVM weist darauf hin, dass einzelne Fritzbox-Modelle von Telefonnetz-Providern ebenfalls inkompatibel sein könnten (u.a. Fritz!Box 7312/7412).

Bild 04: … die Displayausrichtung kann in 90-Grad-Schritten gedreht werden.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Für den Heizkörper-Regler kann interaktiv über die Browser-Bedienoberfläche „Fritz.box“ eine Zeitschaltung programmiert werden. Hierzu lassen sich eine Komfort- und eine Spartemperatur definieren oder nachträglich ändern. Zudem kann in einer Wochentagsübersicht ganz bequem per Maus festgelegt werden, zu welchen Uhrzeiten an welchen Tagen jeweils die Komfort- oder Spartemperatur als Sollwert programmiert werden soll. Pro Tag können bis zu acht Schaltpunkte festgelegt werden (siehe Bild 07). Außerdem kann eine Urlaubstemperatur für einen beliebigen Urlaubs-Zeitraum vorprogrammiert werden (siehe Bild 08) – der Regler sorgt dann für eine durchgängige Raumheizung auf diesem Temperatur-Niveau. Dann kann noch ein „Heizung aus“-Zeitraum definiert werden, während dem die Heizung (beispielsweise in den Sommermonaten) abgeschaltet ist und deshalb keine Raumtemperaturregelung sinnvoll ist. Auch in diesem Zeitraum sorgt die Kalkschutzfunktion des Fritz!DECT 301 dafür, dass das Heizkörperventil einmal pro Woche automatisch bewegt wird. Und schließlich ist im Regler eine Fenster-auf-Erkennung integriert, die in drei Empfindlichkeitsstufen einstellbar ist und für einen definierbaren Minuten-Zeitraum das Ventil schließt.

Bild 05: Damit lässt sich das Display auch aus einer anderen Richtung gut ablesen.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Zur Stromversorgung des Reglers dienen zwei AA-Batterien und den Batteriestand kann man bequem per Browser-Bedienoberfläche ablesen. Außerdem kann man auf dieser Oberfläche den gemessenen Ist-Temperaturverlauf der letzten 24 Stunden in einem übersichtlichen Diagramm ansehen. Und zu guter Letzt können auf Wunsch auch E-Mail-Push-Nachrichten konfiguriert werden, wenn der Batteriestand des Reglers niedrig ist oder Fehler am Regler auftreten.

Bild 06: Die Solltemperatur lässt sich auch ganz einfach manuell per +/- Tasten verstellen.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Die Soll-Temperatur des Reglers kann jederzeit während eines jeden programmierten Zeitfensters für den Rest dieses Zeitfensters manuell geändert werden – dies ist sowohl am Thermostatkopf selbst als auch an einem Fritz!Fon-Schnurlostelefon (siehe Bild 09) oder via „MyFritz“-Smartphone/Tablet-App möglich. Diese manuellen Änderbarkeiten lassen sich auf Wunsch aber auch über die Funktion „Tastensperre“ komplett deaktivieren. Schließlich sollte noch erwähnt werden, dass man jederzeit über die App und auch am Schnurlostelefon die aktuelle Ist-Temperatur ablesen kann (siehe Bild 10).

Im Praxistest funktionierte der DECT-Heizkörperregler auch durch eine Decke hindurch noch am anderen Ende des Hauses einwandfrei. Laut AVM beträgt die DECT-Reichweite der Fritzbox im Haus rund 40 Meter. Wer ein größeres Haus hat, kann die Reichweite der Fritzbox mit Hilfe des Fritz!DECT Repeater 100 vergrößern.

Bild 07: Die individuelle Wochenprogrammierung der Solltemperatur ist sehr einfach und intuitiv per Fritz.box-Weboberfläche und Maus möglich.
(Foto: Peter Pernsteiner)
Bild 08: Auch eine Urlaubsschaltung und vieles mehr lassen sich sehr einfach programmieren.
(Foto: Peter Pernsteiner)
Bild 09: Bequeme Solltemperaturverstellung per DECT-Schurlostelefon Fritz!Fon.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Funksteckdosen Fritz!DECT 200 und 210 messen auch Stromverbrauch und Temperatur

Wer an seiner Fritzbox die intelligenten Funksteckdosen Fritz!DECT 200 (Standardversion in kompakter Bauweise) und Fritz!DECT 210 (etwas größeres Gehäuse mit Spritzwasserschutz für den Einsatz im Bad oder Garten) betreibt, hat ebenfalls sehr viel Smarthome-Komfort zur Verfügung. In der Funktionsweise und Programmierbarkeit sind beide Steckdosen identisch – für diesen Test stand die Outdoor-Variante Fritz!DECT 210 zur Verfügung (siehe Bild 11 bis 13).

Bild 10: Am Fritz!Fon lassen sich auch die aktuellen Temperaturen und der Stromverbrauch an einer Funksteckdose Fritz!DECT 200 bzw. 210 ganz einfach ablesen.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Die Steckdosen können sowohl per Fritz!Fon-Schnurlostelefon als auch per Tablet/Smartphone (via MyFritz-App) bequem drahtlos ein- und ausgeschaltet werden, aber auch an der Dose selbst befindet sich eine On/Off-Taste. Zudem lassen sich die Funksteckdosen auch mit Hilfe der Internet-Browser-Anwendung „Fritz.box“ sehr individuell mit einer Zeitsteuerung programmieren. Der Anwender kann diese Zeitsteuerung beispielsweise täglich zur gleichen Zeit aktivieren oder Wochentäglich mit unterschiedlichsten Ein- und Ausschaltzeiten. Diese Schaltzeiträume können bequem per Maus in einen Wochenkalender eingetragen werden – während man die Maus zieht, erscheint in einem kleinen Textfenster der jeweils ausgewählte Zeitraum (siehe Bild 14). Ideal für die Anwesenheits-Simulation im Urlaub ist die programmierbare Zufalls-Steuerung. Hier kann man beispielsweise für einen bestimmten Kalender-Zeitraum (z.B. 3.2.2018 bis 18.2.2018) während eines einstellbaren Tages-Zeitbereichs (z.B. 12:05 Uhr bis 17:45 Uhr) immer zufällig schalten lassen. In diesm Zusammenhang kann voreingestellt werden, wie lange die Schaltuhr immer maximal eingeschaltet bleiben soll (z.B. maximal 5 oder maximal 50 Minuten). Auch ein sich ständig wiederholender ryhthmischer Betrieb mit individueller Einschalt-Dauer in Minuten und Ausschaltdauer in Minuten – lässt sich programmieren. Alternativ ist ein Countdown-Timer aktivierbar, der die Schaltuhr nach einem manuellen Ein- oder Ausschalten für einen vorbestimmbaren Zeitraum in Minuten und Stunden aus- bzw. einschaltet.

Bild 11: Spritzwasserfeste Funksteckdose Fritz!DECT 210.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Ebenso ist eine astronomische Zeitprogrammierung möglich bei der man beispielsweise als Schaltzeitpunkt 45 Minuten vor oder 15 Minuten nach Sonnen-Aufgang anschalten kann. Die Schaltdauer kann ebenfalls in Abhängigkeit vom Sonnenaufgang oder auch bis zu einer bestimmten Uhrzeit festgelegt werden. Ein zweiter Schaltzeitraum kann in Abhängigkeit vom Sonnenuntergang festgelegt werden. Der Anwender muss hierzu entweder den Breiten- und Längengrad eintippen oder die Internet-Standortbestimmung des PCs aktivieren. Schließlich könnte die Zeitschaltuhr auch per Google-Kalender programmiert werden.

Bild 12: Spritzwasserfeste Funksteckdose Fritz!DECT 210 im Praxistest mit einem angesteckten Netzteil einer LED-Tischleuchte.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Damit aber noch nicht genug. Die Zeitschaltuhr kann auch in Abhängigkeit vom Stromverbrauch nach einer voreinstellbaren Dauer abgeschaltet werden. Damit kann man beispielsweise erkennen, wann ein Fernseher in den Standby-Betrieb geschaltet wurde, um ihn dann nach einer festlegbaren Dauer komplett abzuschalten. Zudem kann die Schaltuhr auf Wunsch per Doppel-Klatschen aktiviert werden (mit einstellbarem Lautstärkepegel) – das funktionierte im Test selbst aus vier Metern Entfernung erstaunlich gut. Auch eine generelle Geräusch- oder Ruheerkennung ist zum automatischen Schalten möglich. Dabei kann festgelegt werden, wie lange (in Sekunden und Minuten) die Geräusch- oder Ruhedauer sein muss. Zudem kann diese Geräusch- oder Klatschautomatik auch für einen definierbaren Zeitraum zwischen zwei voreinstellbaren Kalendertagen und zudem in einem einstellbaren Zeitfenster erfolgen.

Die Funksteckdosen können sogar noch mehr: Sie haben ein integriertes Thermometer und auch ein Stromverbrauchsmessgerät an Bord. Die entsprechenden aktuellen Messwerte können bequem an einem Fritzfon oder an einem Smartphone/Tablet angesehen werden. Mit Hilfe der Web-Bedienoberfläche kann sogar der aktuelle Leistungsbedarf des angeschlossenen Gerätes während der letzten Stunde angezeigt werden (sieeh Bild 15). Außerdem kann der gesamte Stromverbrauch während der letzten 24 Stunden, der letzten Woche, des letzten Monats oder des gesamten letzten Jahres in Wattstunden, Euro oder CO2 in einer Balkengrafik angezeigt werden. Zudem sind auch Stromverbrauchsprognosen darstellbar. Und schließlich kann auch noch der gemessene Temperaturverlauf der letzten 24 Stunden grafisch visualisiert werden.

Fazit: Die Funksteckdosen Fritz!DECT 200 und 210 sowie der Heizkörperthermostat Fritz!DECT 301 sind sehr gut durchdacht – auch in Sachen Bedienung – und bieten wirklich viel Komfort.

(Text und Fotos: Peter Pernsteiner)

Bild 13: Selbst wenn an der spritzwasserfesten Funksteckdose Fritz!DECT 210 nichts angeschlossen ist und die Steckdosenabdeckung zu ist, hat die Steckdose noch eine sinnvolle Funktion: sie arbeitet dann als digitales Thermometer.
(Foto: Peter Pernsteiner)
Bild 14: Intuitive Programmierung der Funksteckdose Fritz!DECT 210 per Web-Bedienoberfläche “Fritz.box”.
(Foto: Peter Pernsteiner)
Bild 15: Eine der vielen grafischen Ausgaben der Stromverbrauchserfassung der Funksteckdose Fritz!DECT 210.
(Foto: Peter Pernsteiner)

All-IP-Media-Gateway für ISDN-Anlagen

Das komplette Media Gateway be.IP 4isdn befindet sich in einem sehr kompakten 327 x 193 x 44 mm großen Kunststoffgehäuse.
(Foto: Peter Pernsteiner)

be.IP 4isdn von Bintec Elmeg

– Wer als Firma von der ISDN-Telefonie auf die IP-Technologie umsteigen will, möchte in der Regel weiterhin seine bestehende und bewährte ISDN-Telefonanlage, seinen Internet-Zugang und auch sein WLAN-Management nutzen.

Die bintec elmeg GmbH aus Nürnberg hat hierzu ein kompaktes Media Gateway mit integriertem Business-Router entwickelt. Das be.IP 4isdn lässt sich unkompliziert einrichten und erlaubt dadurch eine nahtlose Umstellung von ISDN zu ALL-IP. Das Gateway verfügt über vier ISDN-Schnittstellen und bietet sich als Lösung für Firmenstandorte mit mehreren ISDN-Mehrgeräte- oder ISDN-Anlagenanschlüssen. Eine vorhandene Telefonanlage lässt sich damit auch an neuen SIP-Trunk-Anschlüssen für die Internet-Telefonie weiterverwenden. Mit Hilfe des integrierten Session Border Controllers können auch IP-TK-Anlagen genutzt werden, die noch nicht ALL-IP-fähig sind. ISDN-Anwendungen an einem Server können ebenfalls weiterverwendet werden – dies erfolgt auf Basis eines LANCAPI (CAPI to ISDN). Zudem gibt es einen Fax-Gateway-Modus für CAPI-Applikationen.

Harry Birnstiel zeigt uns hier die sehr einfach zugänglichen Schnittstellen des Media Gateway be.IP 4isdn.
(Foto: Peter Pernsteiner)
Kopplung von zwei Systemen für bis zu 8 ISDN-Amtszugänge

Für Firmen mit noch mehr Telefonieaufkommen lassen sich bei Bedarf zwei be.IP 4isdn-Gateways miteinander koppeln. Auf diese Weise können ISDN-Anlagen mit bis zu 8 ISDN-Amtszugängen in die IP-Welt migrieren. Das Gateway unterstützt einen Highspeed-Internetzugang mit bis zu 100 MBit/s im Upstream und im Downstream. Der Business-Router des be.IP 4isdn erlaubt Internet-Zugänge über ein integriertes Modem für VDSL2 / ADSL2+ / Vectoring und ist abwärtskompatibel zu ADSL2 und ADSL. Mit Hilfe von externen Modems können auch mehrere Internet-Zugänge gleichzeitig genutzt werden. Zudem können sichere Verbindungen ins Firmennetzwerk realisiert werden – beispielsweise für Heimarbeitsplätze oder für den mobilen Zugang via Smartphone. Für den Remote-Zugriff sind serienmäßig fünf VPN-Tunnel schaltbar – optional können bis zu 30 VPN-Tunnel realisiert werden. Ebenfalls optional gibt es einen WLAN-Controller für das Managen von WLAN-Infrastrukturen mit bis zu 12 Accesspoints. Als Media Gateway erlaubt be.IP 4isdn bis zu acht externe Gespräche gleichzeitig und unterstützt auch acht parallele Faxkanäle.

Serienmäßig befindet sich das Media Gateway in einem sehr kompakten Kunststoffgehäuse (327 x 193 x 44 mm) für die Wandmontage bzw. als Desktop-Gerät. Zum Lieferumfang gehören auch 19´´-Montagewinkel. Nachdem die Leistungsaufnahme nur 14 Watt im Ruhezustand beträgt und nur maximal 29 Watt verbraucht werden, arbeitet das be.IP 4isdn mit einer passiven Konvektionskühlung – es sind also keine Lüfter erforderlich. Den Betriebszustand des Gerätes signalisieren 9 LEDs (Service, DSL, Telefonie an IP-Anschluss, 4xISDN, Status, Power). Weitere Informationen erhalten Sie gerne nach Terminvereinbarung bei Birnstiel EDV & Kommunikation.

Text und Fotos: Peter Pernsteiner

Die Schnittstellen des Media Gateways be.IP 4isdn von links nach rechts:
DSL/VDSL (grau), 4xLAN für beispielsweise IP-Telefone (gelb), Server (blau), 4xISDN/PBX/Fax (schwarz), SYNC-Anschluss zu einem zweiten be.IP 4isdn (grau)
(Foto: Peter Pernsteiner)

Fritzbox 7580 im Praxistest

Bild 1: Dank einer neuen Gehäuseform und einer Wandhalterung gibt es bei der Fritzbox 7580 einen vernünftigen Wandabstand zur besseren Luftzirkulation.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Leistungsfähiger Router für Highspeed-Internet

Ein Praxistest von Peter Pernsteiner

AVM lässt sich – wie viele andere Hersteller auch – immer wieder neue Router einfallen. Das aktuelle Top-Modell des Herstellers ist die Fritz!Box 7580. Sie ist prädestiniert für Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge mit VDSL-, Vectoring- oder Glasfaser-Anschluss und hat auch ansonsten einiges zu bietenvon Peter Pernsteiner

Der Technikfortschritt macht auch vor Internet-Routern nicht Halt. So hat AVM sein bisheriges Top-Modell 7490 im Herbst um die FRITZ!Box 7580 ergänzt. Das ist auch die erste Fritzbox in einem vollkommen neuen Gehäusedesign. Die 7490 hing noch direkt an der Wand und sorgte so wegen ihrer warmen Abluft recht schnell für unschöne dunkle Staubstreifen. Beim neuen Senkrecht-Design bleiben jetzt 47 Millimeter Luft zur Wand. Damit hat die Box ringsherum auch mehr Luft zum Abkühlen. Gleichzeitig sind dadurch auch automatisch die integrierten WLAN- und DECT-Funkantennen weiter weg von der Wand. Im Test am selben Installationsort hat sich dadurch die Reichweite spürbar verbessert. Aber auch bei Aufstellung der Fritzbox auf einen Tisch erweist sich die neue Gehäuseart als wesentlich besser – sowohl im Hinblick auf die Wärme-Abführung als auch für die WLAN- und Schnurlostelefon-Reichweite, weil auch hier die Antennen weiter weg von beispielsweise einem Regalboden sind.

Die Abmessungen der neuen Fritzbox betragen 241 x 37 x 167 mm und sind damit fast gleich geblieben. Das neue Design hat aber den kleinen Nachteil, dass man zum Anschluss von Netzteil, Netzwerkkabeln, Telefonen und einem der beiden USB-Sticks immer die 7580 vorübergehend aus der Wandhalterung ausklinken muss. Lediglich an den seitlichen zweiten USB-3.0-Port kommt man wie bisher von der Seite ran. Etwas schade, aber natürlich ebenfalls verkraftbar ist, dass die neue Fritzbox für die Wandmontage einen anderen Lochabstand benötigt, als die 7490.

Nur noch für die IP-Telefonie geeignet

Bild 2: An der linken Seite hat die Fritzbox 7580 einen bequem erreichbaren USB-3.0-Slot für einen Speicherstick.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Während die Firtzbox 7490 auch noch an konventionellen Analog- oder ISDN-Telefonanschlüssen einsetzbar war, eignet sich die neue 7580 ausschließlich für Anschlüsse mit IP-Telefonie. Wer also beispielsweise demnächst von so einem normalen Telefonanschluss auf einen Glasfaseranschluss umsteigt, muss mit dem Einsatz der neuen Fritzbox bis zur Inbetriebnahme des neuen Anschlusses warten. Nachdem aber ohnehin so mancher Kunde bei seinem bisherigen Netzbetreiber noch eine längere Rest-Vertragslaufzeit hat, bis der Telefonanschluss auch umgeschaltet wird, ist es für diesen vorübergehenden Parallelbetrieb ohnehin sinnvoll, dass man dann einfach den alten Router am bisherigen Anschluss belässt und den neuen Router für den Anschluss an das Glasfasernetzabschlussgerät vorbereitet.

Die 7580 ist für ADSL-, VDSL- und Vectoring-Anschlüsse bis 100 MBit/s geeignet. Im Gegensatz zur 7490 gibt es jetzt aber eine zusätzliche WAN-Buchse, die man per Ethernetkabel an ein DSL-, Kabel-TV- oder Glasfasermodem anschließt. Laut AVM ist dieser Anschluss tatsächlich fit für einen Gigabit-WAN-Internetanschluss, also beispielsweise auch für die zwei neuen Highspeed-Tarife von Deutsche Glasfaser mit 200 MBit/s (DG calssic 200 zum Preis von 49,99 Euro inklusive Telefon-Festnetz-Flatrate) bzw. 500 MBit/s (DG premium 500 für 79,99 Euro monatlich – ebenfalls inklusive Telefon-Flat). Bei der 7580 stehen damit alle vier Gigabit-Ethernet-Port fürs Heimnetz zur Verfügung.

Bild 3: Blick auf das Anschlussfeld der Fritzbox 7580.
Oben von links nach rechts: Netzteilbuchse, vier Gigabit-LAN-Anschlüsse (RJ45), Gigabit-WAN-Anschluss (RJ45), ISDN-S0-Bus (RJ45), zwei Analogtelefon-Anschüsse (RJ11), DSL-Anschlus (RJ45).
Unten von links nach rechts: USB-3.0-Buchse, zwei TAE-Buchsen für Analogtelefone mit TAE-Stecker.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Die WLAN-Geschwindigkeit wurde bei der 7580 ebenfalls deutlich erhöht:
bei 2,4 GHz sind per WLAN-N mit bis zu 800 MBit/s möglich (450 MBit/s bei der 7490)
– bei 5 GHz sind jetzt gemäß WLAN-AC-Standard bis zu 1733 MBit/s möglich (1300 MBit/s bei der 7490).

Neu ist auch, dass die 7590 den Multi-User-MIMO-WLAN-Betrieb ermöglicht und damit gleichzeitig bis zu vier schnelle WLAN-Datenströme bedienen kann. Außerdem kann die Fritzbox (wie schon die 7490) einen WLAN-Gastzugang (privater Hotspot) realisieren, der natürlich eine separate Kennung und ein eigenes Passwort hat. Auf Wunsch kann auch eine individuelle Vorschaltseite für diesen Gastzugang realisiert werden und zudem könnte man auch eine Zustimmung von Nutzungsbedingungen realisieren.

Sparsam im Verbrauch

Schließlich wurde auch noch das Steckernetzteil mit 40 Prozent höherer Ausgangsleistung dimensionniert und bietet jetzt 3,5 A bei 12 Volt. Trotz höherer Leistungsfähigkeit blieb die 7590 beim Stromverbrauch sehr sparsam – im normalen Bereitschaftsbetrieb mit DECT, WLAN, einen passiven ISDN-Telefon, zwei Analogtelefonen, einem USB-Stick und zwei im Einsatz befindlichen LAN-Ports brauchte sie lediglich 11 Watt – das sind weniger als 100 Kilowattstunden pro Jahr, also beim aktuellen Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde unter 25 Euro pro Jahr.

Die weiteren Schnittstellen der 7590 blieben wie bisher:
interner S0-Bus für ISDN-Telefone,
zwei a/b-Ports für analoge Telefone, Faxgeräte etc.,
zwei schnelle USB-3.0-Ports für Drucker oder Netzwerkspeicher
– integrierte DECT-Basisstation für bis zu sechs Schurlostelefone.

 

Bild 4: Zur Wandmontage der Fritzbox 7580 liegt eine Halteplatte mit Arretierhaken bei, die über veir Langlöcher zur einfachen Montage und Ausrichtung verfügt.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Wie bisher sind auch wieder bis zu fünf Anrufbeantworter in der Fritzbox konfigurierbar und innerhalb des Heimnetzes stellt die Fritzbox einen komfortablen Mediaserver zur Verfügung über den man beispielsweise im Haus Musik, Fotos und Videos verteilen kann. Ebenfalls wie bisher kann die Fritzbox auf dieser Basis Internet-Radioprogramme, E-Mails und RSS-Nachrichten-Feeds bereitstellen, die man beispielsweise bequem im Garten von einem AVM-DECT-Handy, wie dem Fritz!Fon C5 abrufen kann.

Ebenfalls wie gehabt, ist die Fritzbox 7580 vorbildlich schnell und einfach via Browser konfigurierbar. Die Telefonieunterstützung ist auch wieder ausgesprochen komfortabel, weil neben bis zu sechs DECT-Geräten, zwei Analogapparaten und mehreren ISDN-Telefonen am S0-Bus auch IP-Telefone und Smartphones via WLAN und kostenloser App als Nebenstellen einsetzbar sind. Den höchsten Heimnetz-Telefonkomfort bietet das DECT-Telefon FRITZ!Fon-C5, denn es kann ganz nebenbei auch noch auf den Mediaserver der Fritzbox, auf Internet-Radioprogramme und auf RSS-Nachrichten sowie E-Mails zugreifen.

Fazit: Die Fritzbox 7580 kostet zwar 289 Euro (UVP inkl. MwSt.) und ist damit deutlich teurer, als die 7490 inzwischen erhältlich ist, hat dafür aber auch einiges mehr zu bieten. Zudem hat sie eine höhere WLAN- und DECT-Reichweite.

Mehr über die Fritz!Box 7580: avm.de/produkte/fritzbox/fritzbox-7580

Und die kompletten technischen Daten der 7580 gibt es hier: avm.de/produkte/fritzbox/fritzbox-7580/technische-daten

Bild 5: Wenn man die Fritzbox 7580 an die Wand hängen will muss man sie von oben in die Arretierhaken einfädeln …
(Foto: Peter Pernsteiner)
Bild 6: … und dann langsam unten gegen die Wand drücken, bis sie deutlich spürbar einrastet.
(Foto: Peter Pernsteiner)
So sieht die Fritzbox 7580 von unten aus, wenn sie an der Wand hängt.
(Foto: Peter Pernsteiner)
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