Wie kommt die Glasfaser ins Haus?

Eine Glasfaser ist sehr dünn und kann dennoch bei einem Anschluss der Deutsche Glasfaser bis zu 1 GBit/s übertragen. Dieses Foto zeigt einen typischen Glasfaserstrang und eine einzelne noch ummantelte Faser.

Deutsche Glasfaser hat für Zorneding und Umgebung das Netz auf zwei Vermittlungsknoten verteilt, die für die örtliche Weiterleitung der Internet-Kommunikation sorgen.
Einer der Knoten wurde in der Herzog-Arnulf-Straße (Siedlung am Daxenberg) aufgestellt und der zweite in Pöring in der Georg-Münch-Straße (siehe auch Bericht in unserem Hompage-Blog unter diesem Link).
Beide Knoten sind inzwischen miteinander verkabelt und auch die Verbinding zum Fernnetz konnte realisiert werden. Von diesen Knoten aus geht es unterirdisch mit dicken Glasfaserkabeln in die verschiedenen Ortsteile. Im öffentlichen Bereich verlegt die Deutsche Glasfaser ihre Leitungen in der Regel im Gehweg in 40 cm Tiefe.

Von der Grundstücksgrenze zum Haus

So sieht prinzipiell eine typische Abzweigung vom Glasfaserkabel an der Straße oder im Gehweg zu einem Hausanschluss aus.
(Foto: Peter Pernsteiner)

An der Grundstücksgrenze zum jeweilen Teilnehmer wird in der Regel eine Glasfaser-Abzweigung mit Hilfe der „Spleißtechnik“ realisiert. In jedes Haus gehen dann je nach Hausgröße mehrere Glasfasern zum Hausübergabepunkt (HÜP). Hierzu werden die Glasfasern auf dem Privatgrundstück in der Regel in 40-80 cm Tiefe zum Haus geführt – dank einer speziellen Bohr- oder Erdraketentechnik erfolgt dies meist ohne Aufgrabungs-Arbeiten – nur an einzelnen Stellen muss der der Boden kurz aufgegraben werden. Wie eine solche Erdraketenarbeit erfolgt, hat beispielsweise Peter Pernsteiner in einem netten YouTube-Reportagevideo über die Arbeiten vor seiner Haustüre in Zorneding festgehalten, das hier als Vorschaufenster direkt abrufbar ist:

Hausübergabepunkt im Laden von Birnstiel EDV & Kommunkation in Bodennähe kurz nach den Installationsarbeiten. Von dort geht dann die Glasfaser per Kabelkanal weiter.(Foto: Peter Pernsteiner)

Übergabepunkt im Haus

Der Hausübergabepunkt (HÜP) befindet sich im Inneren des Gebäudes in unmittelbarer Nähe zu einer Hausmauer-Durchbohrung. Auf dem Privatgrundstück muss lediglich unmittelbar vor dieser Mauer-Durchbohrung auf einer Fläche von etwa einem Quadratmeter aufgegraben werden. Die Deutsche Glasfaser hat an den Infoabenden erläutert, dass die erforderlichen Aufgrabungen in der Regel bereits nach einem Tag wieder verschlossen sein werden und der vorherige Boden auch wieder hergestellt werden soll – das gilt auch bei Pflasterungen vor dem Haus. Zudem wurde betont, dass die Durchbohrung wasserdicht versiegelt wird.

Wo der Hausübergabepunkt sein soll, wird im Vorfeld gemeinsam zwischen Deutsche Glasfaser und dem Kunden abgesprochen.

Vom HÜP zum Netzabschlussgerät

Innerhalb des Gebäudes werden dann am Hausübergabepunkt ein oder mehrere Fasern zu einer oder mehreren Wohnungen verlegt – wahlweise in Leerrohren oder in Kabelkanälen. Diese Leerrohre oder Kabelkanäle müssen vom Teilnehmer rechtzeitig vorher realisiert werden – für diese Arbeiten steht Ihnen die Firma Birnstiel EDV & Kommunikation gerne zur Verfügung.

Die maximale Glasfaserlänge vom Hausübergabepunkt zum Netzabschlussgerät in der jeweiligen Wohnung beträgt derzeit 20 Meter. Am Netzabschlussgerät wird schließlich der Internet-Router mit Hilfe eines Netzwerkkabels angeschlossen. Je nach gebuchtem Tarif erhält der Teilnehmer per Glasfaser eine Datenrate von bis zu 1 GBit/s direkt in seine Wohnung. Im Gegensatz zu einem DSL- oder V-DSL-Internetanschluss steht diese sehr hohe Datenrate nicht nur assymetrisch zur Verfügung, sondern symmetrisch, also auch für Daten-Uploads.

Per Glasfaser mit vorkonfektioniertem Steckverbinder gelangt man vom Netzabschlussgerät (Beispiel eines von Deutsche Glasfaser zum Teil verwendeten NT) über Leerrohre oder Kabalkanäle zum Glasfaser-Hausübergabepunkt.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Für die Verlegung des Glasfaser-Anschlusskabels vom HÜP zum NT muss der Kunde auf eigene Kosten einen durchgehenden Leitungsweg zur Verfügung stellen, für den es üblicher Weise zwei Möglichkeiten gibt:
– Ein glattes Leerrohr mit mindestens 17,4 mm Millimetern Innendurchmesser
– Einen Kabelkanal mit mindestens 15 x 15 mm
In beiden Fällen muss allerdings vom Kunden sichergestellt sein, dass der Biegeradius für das Glasfaserkabel in Ecken mindestens 60 mm beträgt, damit das Kabel nicht geknickt oder übermäßig strapaziert werden kann.

Erlaubnis vom Vermieter

Wer als Mieter einen Glasfaseranschluss haben will, muss noch ein kleines bürokratisches Hindernis überwinden, weil man in der Regel dann eine Grundstückseigentümererklärung parat haben sollte, um Diskussionen bei den späteren Anschlussarbeiten zu vermeiden. Diese Erklärung ist aber ein sehr einfaches und überschaubares Formular, das man hier als PDF-Datei downloaden kann.

Einen netten Überblick über die Verlegung der Glasfasern vom Vermittlungsknoten bis in die Wohnung gibt es auch in einem Infovideo von Deutsche Glasfaser, das wir ebenfalls hier auf unserer Homepage veröffentlichen durften: https://www.birnstiel.de/glasfaser/infovideo-der-hausanschluss/

Wer mal sehen will, wie die Tiefbauarbeiten für den Vermittlungsknoten, die Glasfaserverlegung innerhalb der Ortschaft und die Realisierung eines Hausanschlusses in der Praxis ablaufen, findet dies unter folgendem Link in einem 2:26 Minuten langen YouTube-Video von Deutsche Glasfaser: https://www.youtube.com/watch?v=iUCFFPCZ-FA

Gerne beantworten wir bei uns im Laden in der Burgstraße 27 Ihre Fragen Rund um die Glasfasertechnik und helfen Ihnen auch beim Ausfüllen des Auftragsformulars von Deutsche Glasfaser, das Sie selbstverständlich auch gleich bei uns abgeben können!

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